May 20th, 2020 Min. Lesezeit

4 Schritte, um Veränderungen gelassen zu meistern


Gerade in den letzten Monaten hatten wir alle mit ihnen zu tun: Veränderungen. Schließlich wurde innerhalb kürzester Zeit unser Leben so ziemlich auf den Kopf gestellt und unser Alltag ist noch lange nicht wieder so wie vor der Corona-Krise. Diese Situation zeigt, dass wir nicht immer alles unter Kontrolle haben und sich jederzeit alles ändern kann. Das können sehr unangenehme Veränderungen sein, wie eine Trennung, ein Jobverlust oder plötzliche Kontaktbeschränkungen. Viele Veränderungen werden jedoch bewusst herbeigeführt, vor allem, wenn wir mit einer Situation unzufrieden sind. Oft ist viel Angst damit verbunden, schließlich verlassen wir damit unsere gewohnte Komfortzone und wissen nicht, was uns erwartet. Wir möchten dir 4 Schritte mit an die Hand geben, die dir dabei helfen, mit Veränderungen besser umzugehen.

Doch warum fallen uns Veränderungen oft so schwer? Unsere alten Gewohnheiten sind meist tief in unserem Unterbewusstsein verankert. Das, was wir bereits kennen, gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit, selbst wenn es uns eigentlich unglücklich macht. Deshalb bleiben auch so viele Menschen in Beziehungen, Jobs oder Routinen, die ihnen nicht gut tun. Hinter der Angst vor Veränderung steckt oft ein Mangel an Vertrauen, die neue Situation bewältigen zu können. Oft erwarten wir das schlimmste Szenario und vergessen die möglichen positiven Auswirkungen. Ein hohes Maß an Mut und Selbstvertrauen erleichtern es, Veränderungen aktiv herbeizuführen. Aber was kannst du tun, wenn du mitten in einer, vielleicht ungeplanten, Veränderungsphase steckst?

Schritt 1: Emotionen zulassen

Es ist ganz natürlich, wenn du am Anfang einer großen Veränderung eine Achterbahnfahrt an Gefühlen durchlebst: Von Angst über Trauer bis hin zu Verwirrung und Wut, aber auch positive Emotionen. Nimm alle Gefühle als Reaktionen deines Körpers wahr und benenne sie, ohne sie zu bewerten. Versuche, nichts zu unterdrücken und alle Tränen zuzulassen. Verdrängung führt nur dazu, dass die Emotionen dich früher oder später noch stärker einholen oder sie sich sogar in Form von körperlichen Krankheiten zeigen. Wenn dich schwierige Gefühle oder Gedanken überkommen, kann Journaling eine gute Methode sein, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Vielleicht hilft es dir aber auch mehr, darüber zu reden als darüber zu schreiben. Gerade in Zeiten, in denen sich viel im Leben verändert, können ausgiebige Gespräche mit einer Vertrauensperson eine große Erleichterung sein.

Schritt 2: Stress vermeiden

Veränderungen haben ein hohes Stresspotential, deshalb ist es wichtig, jetzt besonders gut auf dich zu achten und für genug Entspannung zu sorgen. Zum Stressabbau eignen sich nicht nur Sport und Bewegung optimal, sondern auch besonders regelmäßiges Achtsamkeitstraining. Dazu zählen unter anderem Meditation und Atemübungen. Bei der Ausübung dieser Techniken wird der Ausstoß von Stresshormonen wie Cortisol verringert und der sogenannte “Ruhenerv”, der Parasympathikus, aktiviert. Eine große Auswahl an Mentalübungen und audiogeleiteten Meditationen findest du in der Mindance-App. Der spezielle Kurs “Stress reduzieren” hilft dir dabei, in unruhigen Phasen mehr Ruhe und Gelassenheit zu kultivieren. Auch, wenn es schwerer fällt, in stressigen Zeiten gesunde Routinen zu entwickeln, versuche dir wenigstens 5 bis 10 Minuten am Tag Zeit dafür zu nehmen. So kannst du auch in Zukunft entspannter bleiben, wenn du andere Veränderungen durchlebst.

Schritt 3: Akzeptieren

Wenn eine Veränderung in dein Leben getreten ist und du die Situation sowieso nicht mehr ändern kannst, ist Akzeptanz die beste Entscheidung, um inneren Frieden zu finden. Akzeptanz bedeutet, etwas so anzunehmen, wie es ist und nicht zu bewerten. Versuche, Veränderungen als Teil des Lebens anzusehen. Gib dir genug Zeit, um dich an die neue Situation zu gewöhnen. Manchmal dauert das etwas länger, denn es ist nicht leicht, etwas zu akzeptieren, das sich schwierig und unerwünscht anfühlt. Andere Veränderungen hingegen fühlen sich leichter an. Wie gut wir uns an neue Veränderungen und schwierige Situationen anpassen können und sie annehmen, hängt von unserer Resilienz ab. Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit, die uns dabei hilft, Krisen unbeschadet zu überstehen. Diese wird bereits in der Kindheit erlernt, lässt sich jedoch auch im Erwachsenenalter trainieren. Um deine Resilienz zu stärken, können dir unter anderem Mentailtraining sowie das Entwickeln einer positiven Einstellung zum Leben helfen.

Schritt 4: Veränderungen als Chance sehen

Jede Veränderung, egal, ob gut oder schlecht, ist auch eine neue Chance. Versuche, in der neuen Situation etwas Positives zu finden. Falls dein Job, deine Beziehung oder eine Lebensphase zu Ende geht, kannst du es als Neuanfang sehen. Vermutlich wirst du in ein paar Jahren zurückblicken und sehen, welche positiven Aspekte die Veränderung mit sich gebracht hat und was du alles dadurch lernen konntest. Möglich ist, dass das Alte gehen musste, weil etwas Besseres auf dich wartet. Jede kleine Veränderung bringt dich am Ende vielleicht mehr zu dir selbst. Überlege, was sich durch die Veränderung nun alles zum Positiven verändert. Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich für dich? Auch, wenn du durch die Situation einfach nur etwas für das Leben lernen konntest oder eine neue Erfahrung gemacht hast. Du wirst daran wachsen. Schreibe dir auf, wofür du in dieser Phase dankbar sein kannst. Denn auch in schwierigen Phasen gibt es bestimmt immer noch Dinge, die trotzdem gut laufen.

Auch wenn Veränderungen nicht immer leicht sind, sind sie trotzdem ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Falls auch du gerade Veränderungen im Leben durchmachst, hoffen wir, dass dir die genannten Schritte dabei helfen können, diese Phase gut durchzustehen!

Foto: Christian Holzinger auf Unsplash

Miriam Stropel

Marketing & Sales Managerin

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