June 8th, 20212 Min. Lesezeit

So reflektierst du Gewohnheiten und veränderst deine Reaktion auf bestimmte Situationen


07:00 Uhr der Wecker läutet. Nach der Morgenroutine geht es dann ins Auto – den immer selben Weg zur Arbeit und zurück. Natürlich, Mittag ist um 12:00 Uhr. Und Urlaub? Da geht’s nach Italien, zum Stammcampingplatz. Erkennst du dich wieder?

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere

Gewohnheiten sind wichtig, denn sie schaffen Orientierung, Halt und erzeugen ein Gefühl von Sicherheit. Auch unser Gehirn liebt Gewohnheiten, denn für die Dinge, die es kennt, benötigt es weniger Energie - es kann also im Energiesparmodus laufen.

Unser Gehirn ist ein kognitiver Faulenzer. Die Folgen von negativen Gewohnheiten bleiben lange unsichtbar (z.B. Ist das gewohnheitsmäßige Meeting in deiner Abteilung wirklich noch sinnvoll?) und die Effekte von positiven Gewohnheiten zeigen sich erst spät (z. B. das mühsame Sparen für die Rente). Es ist wichtig, zu lernen, das Gewohnte zu hinterfragen, positive Routinen beizubehalten und ineffektive Reaktionsmuster abzulegen. Mach dir doch einmal bewusst welche Gewohnheiten du hast und reflektiere darüber, welche positive Effekte haben und welche eher kritisch sind? Welche Gewohnheiten helfen nur kurzfristig, sind aber langfristig schädlich?

Veränderung beginnt mit kleinen Schritten

Das bewusst machen ist das eine, doch wirklich einmal Dinge anders zu machen ist nicht leicht. Du kannst aber mit ganz kleinen Schritten beginnen. Wenn du willst, versuche eine bestehende Alltagsgewohnheit etwas abzuändern und/oder ganz bewusst durchzuführen. Zum Beispiel könntest du einmal einen neuen Nachhauseweg ausprobieren. Oder versuchen, dein

Mittagessen ganz langsam und bewusst zu genießen – wie riecht es? Wie sieht es aus? Was für Gewürze schmeckst du?

Auch wenn es um unsere Reaktionen auf emotionale Situationen geht, bauen wir, häufig unbewusst, Gewohnheiten auf. Nehmen wir zum Beispiel an, eine Kollegin oder ein Kollege hat einen Fehler begangen und du empfindest Ärger und Frust. Anstatt wie üblich sofort zu reagieren (und vielleicht an „die Decke zu gehen“), kann dir Achtsamkeit helfen kurz innezuhalten und deine Empfindungen bewertungsfrei wahrzunehmen.

Achtsamkeit bedeutet nicht Gefühle zu unterdrücken, sondern wie hier beispielsweise deinem Ärger den nötigen Raum zu geben, aber ohne sofort darauf reagieren zu müssen. In dieser kurzen Pause kannst du entscheiden, wie du in dieser emotionalen Situation eigentlich reagieren willst und zum Beispiel beschließen, mit deinem Gegenüber nach einer konstruktiven Lösung zu suchen. Hierzu passt ein Zitat von Victor Frankl:

„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum hat der Mensch

die Freiheit und die Fähigkeit, seine Reaktion zu wählen. In diesen Entscheidungen

liegen unser Wachstum und unser Glück.“

Achtsamkeit kann dir helfen diesen Raum zu erzeugen. In der Mindance App findest du viele Übungen, um deine Achtsamkeit zu schulen. Neben regelmäßigen Achtsamkeitsübungen kann dir auch das bewusste und konkrete planen helfen. Stelle dir hierfür folgende Fragen:

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Und denk dran – Ausnahmen bestätigen die Regel: Veränderung ist nicht leicht. Sei nicht zu streng mit dir, versuche es einfach erneut und sei stolz auf dich, wenn es dir gelingt.

Foto: Javier Allegue Barros auf Unsplash

Lukas Stenzel

Co-Founder & CSO

Lukas hat einen Master of Science in Psychologie, ist zertifizierter Sportpsychologe und absolvierte das HR Trainee Programm bei Bosch. Mit seinem psychologischen Fachwissen, seiner HR Erfahrung und Leidenschaft für Mentaltraining ist er verantwortlich für die Inhalte von Mindance und die wissenschaftliche Evaluierung.

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